{"id":544,"date":"2026-07-10T04:00:00","date_gmt":"2026-07-10T04:00:00","guid":{"rendered":"im-5939"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"gemeinnuetzigkeit-aenderung-des-ao-anwendungserlasses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/83.bd-webdev2.de\/?p=544","title":{"rendered":"Gemeinn\u00fctzigkeit: \u00c4nderung des AO-Anwendungserlasses"},"content":{"rendered":"<p>Das BMF hat seine Ausf&uuml;hrungen zum Gemeinn&uuml;tzigkeitsrecht im Anwendungserlass angepasst. Es wurde folgendes ge&auml;ndert bzw. erg&auml;nzt:<\/p>\n<p><strong>F&ouml;rderung der Allgemeinheit bei Kinderbetreuungseinrichtungen (&sect; 52 AO)<\/strong><br \/>\nEine Kinderbetreuungseinrichtung kann als gemeinn&uuml;tzig anerkannt werden, wenn in ihrer <strong>Satzung<\/strong> festgelegt ist, dass <strong>mindestens 25%<\/strong> der Betreuungspl&auml;tze nicht ausschlie&szlig;lich an Kinder von Besch&auml;ftigten von Vertragspartnern vergeben werden.<\/p>\n<p><strong>Hilfebed&uuml;rftigkeit bei verz&ouml;gerten Leistungen (&sect; 53 AO)<\/strong><br \/>\nPersonen gelten als hilfebed&uuml;rftig, wenn sie aufgrund verz&ouml;gerter Leistungen Dritter (z. B. Versicherungszahlungen) vor&uuml;bergehend keine Mittel zur Verf&uuml;gung haben. Gemeinn&uuml;tzige Organisationen d&uuml;rfen in solchen F&auml;llen zinslose Darlehen gew&auml;hren oder <strong>Zahlungen unter Vorbehalt einer sp&auml;teren Verrechnung<\/strong> leisten. Auch unentgeltliche Nutzungs&uuml;berlassungen f&uuml;r den &Uuml;berbr&uuml;ckungszeitraum sind zul&auml;ssig.<\/p>\n<p><strong>Verwendung von Mitteln und Verlustausgleich (&sect; 55 AO)<\/strong><br \/>\nDie Mittel einer gemeinn&uuml;tzigen Organisation d&uuml;rfen nur f&uuml;r satzungsm&auml;&szlig;ige Zwecke eingesetzt werden. Gewinne aus Zweckbetrieben oder wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten m&uuml;ssen ebenfalls diesen Zwecken dienen. Eine <strong>vor&uuml;bergehende Nutzung von Mitteln in anderen Bereichen ist erlaubt<\/strong>, sofern sichergestellt ist, dass sie rechtzeitig zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. <strong>Verluste aus wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten oder der Verm&ouml;gensverwaltung<\/strong> d&uuml;rfen nur unter bestimmten Bedingungen ausgeglichen werden, etwa wenn fr&uuml;here Gewinne innerhalb eines Zeitraums von sechs Jahren h&ouml;her waren (<strong>Sechs-Jahres-Ausgleich<\/strong>). <strong>Verluste k&ouml;nnen auch unsch&auml;dlich sein, wenn sie durch Buchverluste entstehen oder durch eine wirtschaftlich vertretbare Entscheidung verursacht wurden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot (&sect; 56 AO)<\/strong><br \/>\nIm Zusammenhang mit der Verm&ouml;gensverwaltung und den&nbsp;<strong>steuerpflichtigen<\/strong> wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieben&nbsp;steht die wirtschaftliche T&auml;tigkeit der Steuerbeg&uuml;nstigung einer K&ouml;rperschaft entgegen, wenn sie in der Gesamtheit zum Selbstzweck wird und in diesem Sinne neben die Verfolgung des steuerbeg&uuml;nstigten Zwecks der K&ouml;rperschaft tritt. <strong>Wirtschaftliche Gesch&auml;ftsbetriebe und Verm&ouml;gensverwaltungen sind nur zul&auml;ssig, wenn sie zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r die gemeinn&uuml;tzigen Zwecke beschaffen und nicht dauerhaft verlustbringend sind.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wettbewerbsschutz bei wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten (&sect; 65 AO)<\/strong><br \/>\nWirtschaftliche Aktivit&auml;ten gemeinn&uuml;tziger Organisationen d&uuml;rfen nur insoweit in Konkurrenz zu steuerpflichtigen Unternehmen treten, wie dies zur Erf&uuml;llung ihrer gemeinn&uuml;tzigen Zwecke unvermeidbar ist. Dabei muss <strong>stets eine Abw&auml;gung<\/strong> zwischen dem <strong>Schutz des Wettbewerbs<\/strong> und der <strong>F&ouml;rderung gemeinn&uuml;tziger T&auml;tigkeiten<\/strong> erfolgen.<\/p>\n<div style=\"font-size:smaller\" class=\"im_source\">Quelle: BMF-Schreiben | Ver\u00f6ffentlichung | IV D 5 &#8211; S 0170\/00082\/004\/015 | 01-07-2026<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das BMF hat seine Ausf&uuml;hrungen zum Gemeinn&uuml;tzigkeitsrecht im Anwendungserlass angepasst. 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